Zahnärzte
29.01.2010 Zahnarztpraxis Hans-Peter Männer MOMHesebergweg 4 ~ 31228 Peine-Stederdorf Rubrik: Zahnärzte
07.07.2005 PAZ: Beim Zahnersatz lauern KostenfallenNeue Erstattungsregelung gibt den Patienten mehr Freiheit – sie erhöht aber auch das Risiko Von Jens Heitmann Eigentlich habe sich beim Zahnersatz seit Jahresbeginn doch gar nicht viel verändert, beteuern Zahnärzte, Krankenkassen und Gesundheitspolitiker gleichermaßen. Zwar bekommen die Versicherten für Kronen, Brücken und Prothesen seither nur einen Festzuschuss – unter dem Strich aber hätten sie keine Einbußen, heißt es. Die Patienten meiden dennoch den Gang zu Zahnarzt: Im Mai haben die Kassen für Zahnersatz erneut rund ein Drittel weniger ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Formal ist die Scheu der Versicherten unbegründet, da die Festzuschüsse mindestens die Hälfte der Kosten für die Regelversorgung abdecken. Für den rein funktionalen Zahnersatz entscheiden sich sechs von zehn Patienten. Die übrigen 40 Prozent wählen statt einer Metallkrone lieber eine keramisch verblendete oder entscheiden sich an Stelle einer Brücke lieber für eine Implantatkonstruktion. Bei diesen Varianten – beim so genannten gleichartigen beziehungsweise andersartigen Zahnersatz – kann es für die Versicherten teuer werden. Es tun sich zwei Kostenfallen auf. l Gemischte Abrechnung: Wenn der Patient keinen Zahnersatz von der Stange will, darf der Zahnarzt ein höheres Honorar verlangen. Er rechnet dann nach der privatärztlichen Gebührenordnung (GOZ) ab. Früher durften die Mediziner bei Kassenpatienten für Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgingen, höchstens den 2,3fachen Satz der GOZ verlangen – heute gibt es diese Begrenzung nicht mehr. Beim 3,5fachen Satz etwa liegen die Kosten rund 50 Prozent höher. l Laborkosten: Auch das Zahntechniklabor kann nach der teureren privaten Preisliste (BEB statt BEL-II) abrechnen. Bei Implantaten erreichten die Laborkosten so leicht den doppelten bis dreifachen Wert einer „normalen“ Krone nach der Regelversorgung, heißt es bei der Stiftung Warentest. Die Versicherten tun also gut daran, sich bereits vor dem Besuch beim Zahnarzt gründlich über Zahnersatz zu informieren. Um am Ende keine teure Überraschung zu erleben, sollte man als Patient seinen Heil- und Kostenplan genau studieren. Der Zahnarzt verzeichnet darin den Befund sowie die geplante Therapie und auch die zu erwartenden Kosten. Die Verlässlichkeit des Heil- und Kostenplans indes hänge von der Strategie des Zahnarztes ab, warnt die Stiftung Warentest. Bei einem „Billigangebot“ könnten später teure Zusatzleistungen anfallen, die die Versicherten aus eigener Tasche bezahlen müssen. Patienten sollten sich daher bestätigen lassen, dass (absehbar) keine weiteren Kosten auf sie zukommen. Hilfestellung bieten die Krankenkassen beziehungsweise deren Medizinischer Dienst. Die Kasse muss den Heil- und Kostenplan genehmigen – und berät kostenlos über Behandlungsalternativen. Bei der Patientenberatungsstelle der Zahnärztekammer Niedersachsen stehen unter der kostenfreien Telefonnummer (08 00) 9 99 00 00 jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr Zahnärzte Rede und Antwort. Außerhalb der Beratungszeiten ist die Telefonnummer für Faxanfragen freigeschaltet. In ihrem „test-Spezial Zähne“ gibt die Stiftung Warentest auf 128 Seiten Tipps zu den Themen Vorsorge, Zahnbehandlung und Zahnersatz. Das Heft ist im Mai erschienen und kostet 7,50 Euro.
Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung (C) 07.07.2005 PAZ: Lohnt sich eine Zusatzversicherung?Um Zahnersatz zu finanzieren, kann ein Sparvertrag sinnvoller sein als eine Versicherung – zumal das Kapital so nicht verloren geht, wenn die Zähne gesund bleiben. Einige Versicherer bieten Zahnersatzpolicen im Paket mit anderen Versicherungen an. Es stellt sich die Frage, ob man die zusätzlichen Versicherungen wirklich braucht – zumal der Kunde solche Pakete in der Regel nur komplett wieder loswird. Worauf muss ich beim Abschluss einer Police achten? Lassen Sie sich nicht von vermeintlich günstigen Angeboten blenden. Vor dem Vertragsabschluss sollte man zunächst überlegen, welche Leistungen benötigt werden. Dazu kann es nützlich sein, beim Zahnarzt einen Besprechungstermin zu vereinbaren und dazu den Versicherungsvertrag mitzubringen. Dann kann der Patient Eigenanteil und Versicherungsschutz bei konstantem Festanteil ausrechnen. Viele Versicherer haben in den ersten Versicherungsjahren für Zahnersatz bestimmte Beträge festgelegt, die sie übernehmen. Ganz wichtig: Achten Sie darauf, ob sich der Erstattungsanspruch auf den Festzuschuss der Kasse bezieht oder auf die Gesamtkosten. Denn der Festzuschuss Ihrer Krankenkasse beträgt bestenfalls 65 Prozent der Gesamtkosten. Sollte man eine Zusatzversicherung mit Rabatt abschließen, die viele Krankenkassen ihren Mitgliedern anbieten? Ein Nachlass ist immer gut, wichtiger aber sind die Leistungen. Hinzu kommt: Wer später die Krankenkasse wechselt, verliert in der Regel den Beitragsrabatt, den ihm die private Versicherungsgesellschaft eingeräumt hat. Der Versicherte muss dann für die künftige Vertragslaufzeit mit einem entsprechenden Zuschlag rechnen. Manche Zahnärzte bieten Kredite speziell für Zahnersatz an. Sind die günstig? Vergleichen Sie in jedem Fall den „effektiven Jahreszins“ aus dem Angebot des Zahnarztes mit den Kreditangeboten von Banken. Darin sind alle Nebenkosten für den Kredit enthalten, er eignet sich am besten für einen Vergleich. Ist die Zahnbehandlung im oder Zahnersatz aus dem Ausland eine Alternative? Nach Einschätzung der Zahnärztekammern erreicht das Behandlungsniveau in Polen, Tschechien oder der Slowakei noch nicht das Niveau hier zu Lande. Unsicher ist auch die Gewährleistung. Gerade bei aufwendigen Behandlungen sind zudem Nachbehandlungen eher die Regel als die Ausnahme. Zu Zahnersatz aus dem Ausland sind die Meinungen gespalten. Während einzelne Verbraucherzentralen darin eine günstige Alternative sehen, raten Zahnärzte davon ab. jen
Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung (C) |
