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Informationsfahrt der Reservisten![]() Die RAG Einsatz- und Unterstützungszug führte am 12. November 2011 eine DVag zur Fortbildung und Information im Kernkraftwerk Grohnde durch. Im Rahmen einer sehr interessanten Führung durch das Kraftwerk wurden die Teilnehmer u.a. informiert über Materialprüfungen, Kühlsystem, Kraftwerkstechnik und Austausch der Brennelemente und deren Zwischenlagerung. Detaillierte Erläuterungen erfolgten hinsichtlich des Schutzes des Kernkraftwerkes vor Angriffen von außen. Strenge Sicherheitsvorkehrungen beim Betreten des Kraftwerkes sowie eine Vernebelungsanlage beeindruckten die Teilnehmer. Insbesondere die Vernebelungsanlage, die nach den Angriffen in Amerika zur Sicherheitsvorschrift wurde, zog das Interesse der Reservisten auf sich. Aber auch die vielen Messpunkte innerhalb des Kraftwerkes, die eine wie auch immer geartete radioaktive Strahlung erkennen sollen. So berichtete der Führer unserer Besuchergruppe von einem Fall bei dem die Messstation am Ausgang der Anlage alarmierte, da sich die betroffene Person kurz vorher einer radiologischen Herzuntersuchung unterzogen hatte. Die durch die medizinische Untersuchung im Körper verbliebene kurzlebige Rest-Strahlenkontamination wurde durch das Messgerät erkannt und gemeldet. Weiterhin wurde den Teilnehmern die vierfach vorhandene Notstromversorgung des Kraftwerkes vorgestellt. Jedes einzelne Notstromaggregat ist in der Lage, das komplette Kraftwerk bei Ausfall des originären Stromnetzes mit Energie zu versorgen. Außerdem wird im Kraftwerk eine komplette zweite Kontrollstation vorgehalten, falls die Hauptkontrollstation tatsächlich einmal versagen oder ausfallen sollte. Die Teilnehmer verließen das Kraftwerk mit der Erkenntnis, dass gerade eine Besichtigung vor Ort vorhandene Fragen beantworten kann. G. Bietz Aus- und Fortbildung am 03. September 2011![]() Die RAG Einsatz- und Unterstützungszug führte am 03. September 2011 eine DVag im Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien (WIS) in Munster durch. Im Rahmen der guten Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsorganisationen konnten einige Gäste begrüßt werden, so nahmen u.a. der Leiter der Führungsgruppe des THW Braunschweig sowie ein Fachberater des THW an der Ausbildung teil. Weiterhin konnten wir den S6 des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Peine und einen Gruppenführer der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Peine, Ortfeuerwehr Stederdorf begrüßen. Es wurden auf diese Weise Informationen an die Hilfsorganisationen weitergegeben, die ihnen die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr auf dem Sektor ABC/CBRN anschaulich darstellen konnten. Unser aller Dank richtet sich an das WIS, das uns in verständlicher Form die A –Detektion und Dekontamination praktisch vorführte. Daneben interessierte die Teilnehmer an der Ausbildung insbesondere das Biologische Zentrallabor und die B – Detektion. An diesen beiden Stationen erkannten die Teilnehmer sehr schnell, wie wichtig die Sensibilisierung speziell bezüglich dieser Gefahrenlage ist. Ein wenig erschrocken waren die Teilnehmer über die Erkenntnis wie relativ einfach es ist, mit biologischen Mitteln bei entsprechenden Kenntnissen einen großen Schaden in der Bevölkerung anrichten zu können. Dieses Wissen gab viele Ansätze für die weitere Ausbildung auf diesem Gebiet sowie die Gewissheit, im Einsatzfall mit dem WIS einen kompetenten Ansprechpartner bei der Bewältigung der Lage zu haben. Am Ende der dienstlichen Veranstaltung blieb festzustellen, dass die RAG EUZ und die eingeladenen Hilfsorganisationen für die vorgeführten Gefahrenlagen sensibilisiert wurden und viele neue Erkenntnisse gerade für die weitere Ausbildung gewonnen haben. gez. Bietz OTL d.R. und Leiter der RAG EUZ Königsproklamation bei den Reservisten![]() Das Königsschießen der Reservisten wurde am 05. Mai 2011 ausgeschossen. Insgesamt waren neun Kameradinnen und Kameraden in der Wertung. Die Proklamation wurde, bedingt durch Terminengpässe, am 09. Juli 2011 durchgeführt. Auf den dritten Platz konnte sich Gerhard Bietz und auf den zweiten Platz Andreas Teutloff behaupten. Reservistenkönig wurde Frank Hoffmann. Der Abend wurde in geselliger Runde verbracht und bei guter Musik und leckeren Speisen bis spät in die Nacht hinein gefeiert. A. Teutloff Jubiläumsfahrt nach Seelow![]() Der Förderverein der Reservisten besucht zum 10 Mal Kriegsgräberstätten in und um Seelow und spricht mit einem Zeitzeugen Der Förderverein der Reservisten Stederdorf/Wendesse führte im April 2011 zum zehnten Mal eine militärgeschichtliche Erkundungsfahrt nach Seelow durch. Im April 1945 fand dort an der Oder die letzte große Abwehrschlacht vor den Toren Berlins statt. Die erste Station der Reise war der das Museum auf den Seelower Höhen. Nach der Vorführung des Dokumentarfilms der Ereignisse von 1945 trafen die Reservisten einen Kriegsteilnehmer aus Broistedt, der heute in Köln wohnt. Er war zur Verteidigung der Ortschaft Ortwig mit 450 Kameraden nördlich von Seelow eingesetzt. Von ihnen überlebten nur 50 den Kampf um Ortwig, sie gerieten nach einen Ausbruch in Richtung Osten nahe der Oder in russische Gefangenschaft. Am zweiten Tag wurde die Kriegsgräberstätte in Halbe besucht. Hier fanden rund 30.000 Soldaten auf ihrem Rückzugskampf von der Oderfront in Richtung Elbe die letzte Ruhestätte. Anschließend unternahmen die Stederdorfer Reservisten einen Ausflug in den Spreewald. Am dritten Tag stand der Besuch des Friedhofes in Lietzen an. Glücklicherweise war die Kapelle geöffnet, sodass die Reservisten die kürzlich im Oderbruch geborgenen Überreste von rund 20 gefallenen Kameraden in Augenschein nehmen konnten. Alle Teilnehmer waren sich danach einig: auch in diesem Jahr sammeln wir wieder für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In der kleinen Kapelle in Lietzen konnte man sich davon überzeugen, dass auch heute noch Geldsammlungen nötig sind, um den letzten Gefallenen eine würdige letzte Ruhestätte zu geben. Danach bewunderten die Reservisten die Schönheit der Adonisröschen, welche ihnen unter sachkundiger Führung vor dem Hintergrund ehemaliger Verteidigungsstellungen im Raum Mallnow vorgestellt wurden.
RegIniRes Einsatz- und UnterstützungszugAus- und Fortbildung am 26. März 2011 Die RegIniRes Einsatz- und Unterstützungszug führte am 26. März 2011 eine VVag im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Stederdorf aus aktuellem Anlass auch über die Wirkungsweise eines Kernkraftwerkes durch. Zunächst stellte der Leiter der RegIniRes das Instrument Notfallrucksack vor. Auf Grundlage der Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenplanung (BBK) in Ahrweiler, wurde Sinn und Inhalt dieses Rucksackes erläutert. Ziel ist es über eine Spendenfinanzierung alle Mitglieder der RegIniRes mit einem solchen Notfallrucksack auszustatten. Im Anschluss daran erörterten die Teilnehmer die aktuelle Situation in Deutschland hinsichtlich der noch vorhandenen Möglichkeiten die Bevölkerung im Notfall zu warnen. Dabei wurde festgestellt, dass zwar moderne Hilfsmittel zur Verfügung stehen, bei nächtlichen Notfällen aber eine Erstalarmierung z.B. durch Sirenen erfolgen müsste. Passend zu diesem Ausbildungsthema erfolgte eine scharfe Alarmierung der Feuerwehr Stederdorf, die zu einem kleinen Flächenbrand im Trentelmoor ausrücken musste. So konnten die Mitglieder der RegIniRes den Ablauf der Alarmierung einer Freiwilligen Feuerwehr und deren Einsatz hautnah miterleben.
gez. Bietz PAZ: Benefizaktion mehrerer Stederdorfer Gruppen![]() 323 Euro als Hilfe für die Opfer in Japan - Benefizaktion mehrerer Stederdorfer Gruppen PEINE (Stederdorf). Eine Benefizaktion für die Opfer in Japan haben das Deutsche Rote Kreuz Stederdorf, die Freiwillige Feuerwehr Stederdorf und der Förderverein der Reservisten Stederdorf/Wendesse veranstaltet. Gemeinsam verkauften sie Erbsensuppe, um mit dem Erlös den Menschen in Japan zu helfen. Die 80 Liter Erbsensuppe, vom Gasthaus „Zur Sonne“ gespendet, waren in etwas mehr als einer Stunde ausverkauft. Inklusive Kleinspenden konnte ein Betrag von 323 Euro gesammelt werden. Dieser soll nach Entscheidung des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und des Fördervereins der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft zugute kommen. Diese leitet die Spende dann über die japanische Botschaft an die Bedürftigen weiter. Die Initiatoren bedanken sich bei der teilnehmenden Bevölkerung für den Erfolg der Aktion. vo (C) Peiner Allgemeine Zeitung Führungs- und Fernmeldeübung 11. September 2010
Im Rahmen der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit (ZMZ) auf dem Gebiet der Katastrophenhilfe hat die Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG EUZ) Einsatz- und Unterstützungszug an einer Führungs- und Fernmeldeübung des THW teilgenommen. Die Übung wurde als Feuerwehrübung (Wald- und Flächenbrand) im Großeinsatz auf dem Gelände der PTB Braunschweig (Watenbüttel) gefahren. Die Einsatzleitung erfolgte über die Feuerwehr, die Führungsgruppe des THW und die eingesetzten Reservisten (RAG EUZ) unterstanden der Feuerwehr (subsidiärer Einsatz) wurden aber intern selbst geführt. Die RAG EUZ hatte die Zelle Bundeswehr eines Kreisverbindungskommandos (KVK) der Bundeswehr mit Unterstützung des Materialpools des Fördervereins der Reservisten fernmeldetechnisch auszustatten und das Netz einschließlich des Vermittlungsbetriebes zu betreiben und zu unterhalten. Anhand eines nach Absprache mit dem THW und der Feuerwehr erstellten Einsatzplanes wurde eine Regieanweisung gefertigt, die Einlagen und Aufgaben für die RAG, das KVK und Teile der Führungsgruppe THW auswies. Der Kabelbautrupp des THW hatte die Hauptarbeit zu verrichten. Er musste mehrere Kabelverbindungen zwischen THW, Bundeswehr und Werksfeuerwehr verlegen, um die ortsfeste Kommunikation sicherzustellen. Parallel dazu stellte das THW der RAG EUZ einen BOS – Funktrupp zur Verfügung. Als Höhepunkt wurde eine ABC-Lage eingespielt. Folge war die Unterstützung der RAG EUZ für das THW mit Sanitätern und einem ABC-Trupp. Aufgrund der Lageentwicklung musste die Führungsgruppe des THW dann verlegen. Am Endes eines erfolgreichen Tages konnte festgestellt werden, dass alle Übungsteilnehmer miteinander telefonieren und funken konnten. So war es möglich Meldungen anzunehmen und weiterzugeben. Neben dem allgemeinen Übungserfolg war vor allem das gegenseitigen Kennenlernen von Bedeutung. Sollte es je zu einem Einsatz kommen, dann sind diese Einheiten hinsichtlich der Erstellung eines Führungsfernmeldenetzes gut gewappnet. Die Kameraden vom THW boten im Rahmen der Übungsnachbesprechung sofort an, auch in 2011 gemeinsam zu üben, um das Erlerne weiter zu festigen. Eine Tatsache, die den Übungserfolg nicht besser kennzeichnen könnte. Abschließend darf ich im Namen der RAG EUZ dem Förderverein der Reservisten Dank sagen, für die tatkräftige Unterstützung mit Personal und Material. Text und Bild: G. Bietz OTL d.R. und Leiter der RAG ![]() Blau-Gelbes-Band 2010Der Förderverein der Reservisten hat in seinem Jubiläumsjahr das Schießen um das Blau-Gelbe-Band 2010 gewonnen! Endstand im Blau-Gelben-Band: 1. Förderverein Reservisten 5333,9 Teiler 2. Freiwillige Feuerwehr 5791,6 Teiler 3. Schützenverein 6066,4 Teiler 4. Junggesellschaft 7680,0 Teiler 5. Schützen-Damen 8770,6 Teiler 6. MTV Stederdorf 9627,8 Teiler 7. SSV Stederdorf 10612,8 Teiler 8. Siedlergemeinschaft 10073,7 Teiler Erkundungsfahrt nach Seelow zum JahrestagDer Förderverein der Reservisten besucht Kriegsgräberstätten und spricht mit einem Zeitzeugen STEDERDORF/WENDESSE. Der Förderverein der Reservisten Stederdorf/Wendesse führte vom 16. bis 18. April zum neunten Mal eine militärgeschichtliche Erkundungsfahrt nach Seelow durch. Im April 1945 fand dort an der Oder die letzte große Abwehrschlacht vor den Toren Berlins statt. Die erste Station der Reise war der Bunker in Falkenhagen, eine geheime Anlage im III. Reich zur Produktion von N-Stoff, einem Treibstoff für Raketen. Das Bauwerk selbst stellt eine technische Meisterleistung dar. Auf drei Etagen bis zu 25 Meter tief in der Erde herrschen gute klimatische Verhältnisse, die lediglich durch die besondere Bauweise und ohne technische Unterstützung erreicht wurden. Bis Mitte 1945 sollte diese Anlage um eine Produktionsstätte für den chemischen Kampfstoff SARIN ergänzt werden. Das Ende des II. Weltkrieges verhinderte die Fertigstellung dieser Fabrikanlage. Am zweiten Tag wurde die Kriegsgräberstätte in Halbe besucht. Hier fanden rund 30.000 Soldaten auf ihrem Rückzugskampf von der Oderfront in Richtung Elbe die letzte Ruhestätte. Der Kamerad Kurt Drüke vom Reservistenmusikzug Niedersachsen ließ auf seinem Flügelhorn das Lied vom guten Kameraden erklingen, als wir ein Gesteck mit Kranzschleifen am Ehrenmal auf dem Friedhof niederlegten. Am dritten Tag stand der Besuch des Museums auf den Seelower Höhen an. Das Museum, die Dokumentation sowie ein Dokumentarfilm über die Ereignisse im April 1945 wurden gezeigt. Anschließend wurde der Reitweiner Sporn besucht. Hier erkundeten die Teilnehmer die ehemaligen „Shukow – Bunker“, dem damaligen Befehlshaber der russischen Streitkräfte. Einem glücklichen Zufall war es zu verdanken, dass ein Gespräch mit einem Zeitzeugen geführt werden konnte. Er war extra zum Jahrestag der Schlacht um die Seelower Höhen angereist. Gerhard Bietz Reservisten üben mit dem THWAm 17. Oktober 2009 ab 9 Uhr haben Teile der RAG Einsatz- und Unterstützungszug und die Reservistenkameradschaft Herzog Ferdinand aus Vechelde eine Vereinsveranstaltung für die Führungsgruppe des THW Braunschweig durchgeführt. Thema war die neue Gliederung der Bundeswehr bis hin zum Kreisverbindungskommando Peine. Im Anschluss daran wurde die Stabsgliederung für den Einsatz z.B. im Katastrophenfall vorgestellt und intensiv erläutert. Wir konnten feststellen, dass die Einsatzgliederung des THW ähnlich der der Bundeswehr im Rahmen der Zivil – Militärischen – Zusammenarbeit (ZMZ) bei Katastrophen und schweren Unglücksfällen ist. Auf dieser Basis fand dann auch ein lebhafter Erfahrungsaustausch statt, der anhand von praktischen Einsatzbeispielen eindrucksvoll untermauert wurde. Ein klein wenig verständnislos schauten die Kameradinnen und Kameraden des THW als die politischen Vorgaben erläutert wurden. Insbesondere die Tatsache, dass die Bundeswehr keine Soldasten im Katastrophenschutz ausbildet, stieß nicht gerade auf Verständnis. Begrüßt wurden allerdings die Aktivitäten der Reservisten im Rahmen der ZMZ. Hier war von der Seite der Reservisten stets auf die Grundlage des Artikel 35 Grundgesetz zu verweisen. Auch die Reservisten konnten einige neue Erkenntnisse mitnehmen. Besonders die Tatsache, dass die Einsatzvoraussetzungen des THW denen der Bundeswehr sehr ähnlich sind, schaffte eine Art „Leidensgemeinschaft“ zwischen den beiden Bundesorganisationen. Beide, Bundeswehr wie THW, werden der jeweiligen örtlichen Einsatzleitung zur Hilfeleistung unterstellt. Die Führungsgruppe des THW wird ebenso nur auf Anforderung der TEL (Technischen Einsatzleitung) eingesetzt. Sie übernimmt dann für die TEL die Führung der Einsatzkräfte des THW. Hier gibt es einen wichtigen Unterschied zu den anderen Hilfsorganisationen. Sie unterstehen nach dem niedersächsischen Katastrophenschutzgesetz (und Brandschutzgesetz) zwar auch der Einsatzleitung (TEL), die durch die örtliche Feuerwehr eingerichtet wird, sie unterhalten jedoch eigene Führungskomponenten zur Führung ihrer Einsatzkräfte. Dies trifft auf die Bundeswehr nicht und das THW nur bedingt (d.h. auf Anforderung der Führungsgruppe) zu. Als Ergebnis bleibt nicht nur die Inübunghaltung bezüglich der Arbeit in einem Führungsstab festzuhalten, sondern auch das gegenseitige Verstehen und Kennenlernen. Als Beweis für den Erfolg dieser Veranstaltung sind die Unterstützungsangebote des THW anzuführen. So sollen z.B. ab 2010 gemeinsame praktischen Übungen durchgeführt werden. Außerdem stellen sich Ausbilder des THW zur Verfügung, um die Reservisten u.a. im Sandsackbau intensiv aus- und weiterzubilden. Seelowfahrt 2009![]() Die traditionelle Seelowfahrt fand auch in 2009 statt. Der Beginn stand jedoch unter keinem guten Stern, verschiedene Kameraden mussten arbeitsbedingt oder aus Krankheitsgründen auch kurzfristig absagen. Dennoch fanden sich 5 unermüdliche Seelow-Liebhaber, um an der Fahrt teilzunehmen. Kurz vor Helmstedt hatten wir ca. 2 Stunden Zeit, um auf der Autobahn ausgiebig zu frühstücken. Nach der Beseitigung des verunfallten LKW ging es dann mit Verzögerung weiter. Leider ist zur Zeit die Besichtigung der Bunkeranlage in Falkenhagen nicht möglich, sodass wir auf den Atombunker Harnekop ausweichen mussten. In der hoch interessanten Bunkerführung erfuhren wir, dass es sich um eine der zu Bauzeiten modernsten atomgeschützten Bunkeranlagen handelt. Im Ernstfall hätte sich der Minister für Verteidigung, Herr Hoffmann, hier aufgehalten. Danach hing es zum Quartier in den Schweizer Hof nach Falkenhagen. Ein unvergesslicher Kameradschaftsabend schloss sich an. Der ausgesprochen herzliche Empfang in der Hofschenke in Seelow überraschte uns doch ein wenig, denn nun sind die teilnehmenden Seelowfahrer alle mit einer Mütze der Hofschenke ausgestattet. Pünktlich zum Zapfenstreich waren wir wieder im Quartier. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zur Kriegsgräbergedenkstätte nach Lietzen, wo wir in diesem Jahr unser Gedenk-Gesteck niederlegten. Das Gräberfeld hatte sich erneut um einige Gräber erweitert. Einhellige Meinung aller Teilnehmer war denn auch, dass die Gelder unserer Sammlungen und Benefizkonzerte hier sehr gut angelegt sind. Danach verpflegten wir uns in Seelow mit Kloster Neuzeller Bier und begaben uns dann über Halbe nach Lübbenau. Erneut durften wir eine knappe Stunde durch den nicht gebuchten Stau auf der Autobahn schleichen. Der Lohn ereilte uns dann aber Lübbenau am „Kleinen Fährhafen“. Eine vierstündige Kahnfahrt bei herrlichem Wetter durch die wunderschöne Landschaft des Spreewaldes wartete auf uns. Die Neugier eines Kameraden gipfelte darin, dass er eine Schleuse vom Wasser aus genauestens unter die Lupe nahm. Nachdem wir die verschiedenen Eindrücke verarbeitet hatten, suchten wir das „Gurkenfässchen“ am großen Fährhafen auf. Umfangreiche Gurkeneinkäufe sowie Verköstigungen neuer Gurkenmarken und Fruchtweine schlossen sich an. Nach unserer Rückkehr nach Falkenhagen beschlossen wir den Tag mit einem gemütlichen Knobelabend bei Getränken und anderen Leckereien. Das morgendliche Wecken am Sonntag erfolgte um 8 Uhr. Nach dem Frühstück fuhren wir in Richtung Seelow und besuchten die Gedenkstätte auf den Seelower Höhen. Die Erkundung des nördlichen (ehemaligen) Kampfabschnittes schloss sich an. Der von unserem Vorkommando erkundete Brückenkopf Kienitz wurde fachmännisch besichtigt. Nach dem Mittagsessen auf dem Oderdeich traten wir die Heimreise an, erneut endete eine mit neuen Eindrücken angereicherte Seelowfahrt. Gerhard Bietz Sammeln für Soldatengräber - Prominente unterstützen den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge![]() Peine (wos). „Können Sie mir vielleicht sagen, wo mein im Zweiten Weltkrieg gefallener Onkel begraben liegt?“ Fragen wie diese hörte der Stabsfeldwebel der Reserve Jochen Droste am Sonnabend Vormittag vor der Jakobi-Kirche in der Peiner Fußgängerzone häufig. Er hilft im Namen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge Familien mit modernster Datenverarbeitung dabei, die Gräber von seit über 60 Jahren vermissten Verwandten ausfindig zu machen. Die meisten von ihnen haben ihre letzte Ruhestätte auf Soldatenfriedhöfen irgendwo in Europa gefunden. „Ich brauche oft nur den Vor- und den Zunamen, bei besonders häufigen Namen helfen Angaben zum Geburtsdatum und -ort, die Auswahl einzuschränken. Wird Droste in seiner Datenbank fündig, dann wird das entsprechende Ergebnis gleich ausgedruckt und kann für die Familienunterlagen mit nach Hause genommen werden. Der Volksbund sieht sich in der Verantwortung, Soldatenfriedhöfe zu betreuen und zu pflegen. Geld dafür wird unter anderem bei der Straßensammlung vom 8. bis 23. November eingeworben. Zum Auftakt haben am Sonnabend Bürgermeister Michael Kessler, der Stederdorfer Bürgermeister Gustav Kamps (SPD) und andere prominente Peiner Vertreter aus Gesellschaft und Politik zu den Sammelbüchsen gegriffen und in der Fußgängerzone die Passanten um einen Obulus gebeten. Begleitet wurde diese Sammelaktion durch den Info-Stand und einen Eintopf- Verkauf der Reservisten Stederdorf/Wendesse unter der Leitung des Vorsitzenden Gerhard Bietz. Der Erlös wird dem Volksbund zur Verfügung gestellt.
© Peiner Allgemeine Zeitung (10.11.2008) Fit sein, wenn es ernst wird – So schützt man sich vor Katastrophen
Experte: Im Peiner Land kann es schnell zum Notstand kommen – Tipps für Vorsorge und Selbstschutz (17.10.2008) PEINE. Das Hochwasser der Innersten und die Stürme von Kyrill sind die besten Beispiele – Katastrophen kommen immer unangemeldet. Gerhard Bietz, Oberstleutnant der Reserve, sagt: "Auch im Peiner Land kann es schnell zum Notstand kommen." Doch wie schützt man sich im Ernstfall? Diese Frage hat Gerhard Bietz am Wochenende in Stederdorf bei einer Info-Veranstaltung des Fördervereins der Reservisten beantwortet. Dort klärte er über die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen auf. Bietz warnt: "Jeder muss selber vorsorgen. Es bleibt immer ein Restrisiko, das durch die Behörden nicht abgedeckt wird." Aber ist das im katastrophenarmen Peine überhaupt nötig? Bietz ist davon überzeugt. Denn eine Peiner Risikoanalyse belegt: Die größte Gefahr im Kreis geht von Wind, Schnee und Krankheiten aus. Gerhard Bietz: "Die Folgen wären Stromausfälle, Versorgungsengpässe sowie Menschen- und Tierseuchen." Damit die Peiner wissen, wie sie sich in einem Notfall schützen können, gab Gerhard Bietz viele Tipps. Leitfaden war unter anderem eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, "Für den Notfall vorgesorgt", mit der sich Bürger für den Ernstfall vorbereiten können. "Besonders gelungen sind dabei die Checklisten am Ende. Mit der Broschüre in der Hand kann man durch das Haus gehen und alles Erledigte abhaken", sagt Bietz. Zur Broschüre gehören neben Verhaltenstipps bei Extremsituationen wie chemische, biologische und radionukleare Gefahren auch alltägliche Dinge wie der vorbeugende Brandschutz und die richtige Installation von Rauchmeldern. Die eigene Vorsorge sei dabei nicht teuer. Ein Notgepäck könne jeder bereithalten. Hinein gehören beispielsweise persönliche Medikamente, Wolldecke, Schlafsack, Taschenlampe und Schutzhelm. Bietz selbst geht mit gutem Beispiel voran. "Ich habe einen fertig gepackten Notfallrucksack und Trinkwasservorräte im Keller", sagt er. Auch bei Hochwasser sei die Vorsorge wichtig. Im Ernstfall sollten Lebensmittel- und Trinkwasservorräte, ein netzunabhängiges Radio, Reservebatterien und Notbeleuchtung bereitstehen. Trotz aller guten Ratschläge betont Gerhard Bietz: "Eine Broschüre hilft den Menschen nicht, wenn niemand weiß, wo man sie bekommt. Man muss selbst aktiv werden und sich informieren." Und wann gab es den letzten Katastrophenfall in Peine? Bietz: "Das war der Heidebrand im Jahr 1973. Es hat Asche geregnet, und wir haben bis Peine die Rauchschwaden gesehen." Von Lennart Kutzner Zivil – Militärische - ZusammenarbeitDas Motto für diesen Tag ist die Zivil – Militärische - Zusammenarbeit (ZMZ). Der Begriff ZMZ im Inland ist eng verbunden mit dem Katastrophenschutz, welcher in der Öffentlichkeit zur Zeit eine herausragende Berücksichtigung findet. Die Zusammenhänge zwischen Bundeswehr und zivilem Katastrophenschutz sollen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu organisiert der Förderverein der Reservisten Stederdorf/Wendesse diese Veranstaltung mit den Reservistenkameradschaften des Landkreises Peine im Bereich des Gasthauses „Zur Sonne“ in Stederdorf. Mai 2007 HochwasserschutzAm 9. September 2006 führte die Kreisgruppe Südheide zusammen mit dem Förderverein eine SE-Ausbildung durch. Im Rahmen dieser Ausbildung wurde das Füllen und der Transport von Sandsäcken von Hand vorgeführt. Nach kurzer Zeit hatten die Kameraden die optimale Füllmenge für einen Sandsack heraus. Zum Transport wurden zwei verschiedene Methoden ausprobiert, wobei das Weiterreichen wesentlicht leichter von der Hand geht, wenn sich die Kameraden versetzt gegenüberstehen. Im Abschluss an den Transport wurden der Bau eines Sandsackdammes sowie einer Quellkade vorgeführt. Diese Ausbildung brachte für alle einen kleinen Einblick in den Hochwasserschutz und die Deichverteidigung, eine sinnvolle Ergänzung zur SE-Ausbildung an diesem Tag. Kutschfahrt durch StederdorfAm 2. Oktober 2006 trafen sich die begeisterten Seelowfahrer sowie interessierte Vereinsangehörige mit Kindern auf dem Hof unseres Kameraden Gustav Kamps. Nach einem Begrüßungsschluck wurden die Pferde eingespannt und eine lustige und gemütliche Fahrt durch die Stederdorfer Forst unternommen. Für das leibliche Wohl an Bord war gesorgt und mit einigen Geschichten zu Forst und Ackerbau kam auch das kulturelle Angebot nicht zu kurz. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir das Ziel: Den Keller des 1. Vorsitzenden Ingo Krohm, den er dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. Mit Bratwurst und einigen gekühlten Getränken wurden Gedanken zur Fahrt und zur nächsten Seelowfahrt ausgetauscht. Bei dem beachtlichen Zuspruch der Vereinsmitglieder war fast eine zweite Kutsche erforderlich. Im Namen des Vorstandes darf ich mich für die Beteiligung zu dieser Veranstaltung recht herzlich bedanken. Gerd Bietz Ausbildung mit Katastrophenschutzkräfte in Ehra-Lessien am 03.04.2006Nach mehreren Veranstaltungen zum Thema: Zivil-Militärische-Zusammenarbeit, bei denen viel Information und theoretische Ausbildung stattfand, folgte jetzt eine Übung unter realen Bedingungen. Die Kreisgruppe Südheide bot mit Unterstützung des Verteidigungsbezirkskommandos 23 ihren Mitgliedern auf dem Truppenübungsplatz Ehra-Lessien die Möglichkeit an, erlernte Fähigkeiten praktisch umzusetzen. Unter Leitung von Oberstlt d.R. Gerhard Bietz erhielten die Reservisten Einblicke in Führungs- und Meldeabläufe und mussten lt. Übungsanlage zivile Katastrophenschutz- und Rettungs-Organisationen unterstützen, da diese an ihre personellen Kapazitätsgrenzen gestoßen waren. Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus Wesendorf, Steterdorf, Braunschweig, Schönewörde, Betzhorn und Pollhöfe bekämpfte zusammen mit der Feuerwehr des Truppenübungsplatzes einen großflächigen Wald- und Heidebrand. Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter-Unfallhilfe übernahmen dabei die Versorgung von Verletzten.
Aufgabe der Reservisten war es, die Feuerwehren bei der Wasserversorgung zu unterstützen. Dazu mussten von einer Zisterne Schlauchleitungen über 300 m bis zum Verteiler verlegt werden. Außerdem hatten sie zivile Sanitätsgruppen bei der Bergung und der Erstverssorgung von Verletzten zu unterstützen. So war das Kommando von Hptm d.R. Carsten Lauterberg: „SanTrupp zwei! Verletzter 20 m! Bergen, versorgen und abtransportieren!“ für die Mitarbeiter der Rettungsdienste doch etwas gewöhnungsbedürftig. Auch war Personal für die Einsatzleitstelle der Feuerwehr abzustellen.
„Wenn wir alles könnten, brauchten wir nicht zu üben!“ so Oberstlt d.R. Bietz bei der Abschlussbesprechung. Wichtig sei das Zusammenwirken aller Katastrophenschutzkräfte gewesen. Dazu gehöre auch das Kennenlernen der Führungsstrukturen für die Reservisten. Mängel bei der Kommunikation sowie „Kompetenzgerangel“ seien erkannt und würden bei zukünftigen Ausbildungen bearbeitet.
Positiver Nebeneffekt: Auch für die Katastrophenschutzkräfte hat sich der Übungseinsatz gelohnt. Sie konnten in einem größeren Verband eine simulierte Großschadenslage bekämpfen.
Horst Schell (03.04.2006) |



















